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Joseph Fiala
(1768-1816)
im
befoco-Verlag:
Duett Concerto
für
zwei Oboen und Orchester
-
Ausgabe Oboe und Klavier
-
Partitur und Stimmen

Notenbeispiel
(Seite 1, KA und Anfang 2ter Satz, KA)
Klangbeispiel

erster Satz, Anfang
zweiter Satz, Anfang
Joseph Fiala
Anmerkungen von Peter Wuttke
Joseph Fiala wurde
1748 in Lochovice in Böhmen geboren. Er erhielt eine Ausbildung als Oboist und
Cellist und wurde 1774 als Oboist in der Kapelle des Fürsten Ernst von
Oettingen-Wallerstein angestellt. 1777 wechselte er in die Münchener Hofkapelle.
Dort lernte er Wolfgang Amadeus Mozart kennen, mit dem ihn eine lebenslange
Freundschaft verbinden sollte. Mozart äußerte über Stücke von Fiala: "Ich muß
sagen daß sie recht hübsch sind. er hat gute gedancken." Vermutlich durch
Fürsprache Mozarts wurde Fiala 1778 Mitglied der Kapelle des Erzbischofs
Hieronymus von Colloredo. Von da an widmete er sich mehr dem Cellospiel und war
1784 Solocellist in der ersten Salzburger Aufführung der "Entführung aus dem
Serail". 1785 folgte Fiala Mozart nach Wien. Später war er in St. Petersburg
engagiert, bevor er 1792 Violoncello-Virtuose des Fürsten Benedikt zu
Fürstenberg in Donaueschingen wurde. Joseph Fiala starb am 31. Juli 1816.
Neben 8 Symphonien hinterließ Fiala zahlreiche Solokonzerte für verschiedene
Instrumente, eine Messe sowie Kammermusik für die unterschiedlichsten
Besetzungen.
Von keinem Werk Fialas ist ein Autograph erhalten. Auch vom Duett Concerto
existieren nur Abschriften der Stimmen, die sich in der Bibliothèque Nationale
in Paris befinden.
Die Entstehungszeit des Stückes kann nur vermutet werden; Claus Reinländer
ordnet es in "Joseph Fiala - Thematisch-systematisches Werkverzeichnis" (1993)
in Fialas frühe Zeit in Wallerstein (1774 bis 1775) ein. Beachtenswert sind die
geteilten Violen, von denen die zweite während vieler längerer Passagen
pausiert. An diesen Stellen habe ich die Stimme der ersten Viola eingefügt, dies
aber mit (1.) markiert, so dass eine Rekonstruktion des Originals leicht möglich
ist. Es gibt nur eine mit "Violone" bezeichnete Bassstimme.
Essen, Juli 2004
Peter Wuttke

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