Rainer Lischka
 

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Rainer Lischka
(*1942)

Rainer Lischka wurde am 25.April 1942 in Zittau geboren. Nach dem Abitur studierte er an der Hochschule für Musik "Carl Maria von Weber" in Dresden. Seine Lehrer waren Johannes Paul Thilman, Manfred Weiss, Günter Hörig und Conny Odd (Komposition) sowie Theo Other und Wolfgang Plehn.Seit 1970 unterrichtet er an der Dresdner Musikhochschule Komposition, Musiktheorie und Gehörbildung. An gleicher Wirkungsstätte wurde er 1987 zum Dozenten und 1992 zum Professor für Komposition berufen. Lischkas Kompositionen sind stark rhythmisch geprägt und wirken oft sehr beschwingt und tänzerisch. Besonders in seinen zahlreichen Werken für Kinder und Jugendliche zeigt sich sein Sinn für Humor. Für seine Kompositionen erhielt er bei den Internationalen Kinderliedwettbewerben der OIRT in Budapest, Berlin und Warschau erste Preise. Mit dem Kinderchor der Dresdner Philharmonie und seinem Leiter Jürgen Becker gibt es eine langjährige, produktive Zusammenarbeit. Zahlreiche Kammermusik- und Orchesterwerke wurden von der Sächsischen Staatskapelle Dresden und der Dresdner Philharmonie mit grossem Erfolg uraufgeführt (Orchesterstück Akzente; Konzert für Posaune und Orchester; Konzert in zwei Sätzen für Trompete, Violine, Viola und Orchester ). 1986 wurde er für sein Schaffen mit dem Martin-Andersen-Nexö-Kunstpreis der Stadt Dresden ausgezeichnet. ---> www.lischka-kompositionen.de

bei befoco music

 

 

Duo notturno (2003)

Die Initiative des Sächsischen Musikbundes, das “Duo Bellini” für ein Konzert mit zeitgenössischen Werken zu verpflichten, hat mich zu einer neuen Komposition angeregt, die Anfang 2003 entstand. In den Solisten Bernhard Forster und Andreas Wehrenfennig fand ich zwei aufgeschlossene Partner, die mich bereits in der Phase der Planung, aber vor allem dann bei der Ausarbeitung des Stückes beraten haben, und denen ich auch einige spieltechnische Hinweise zu danken habe.
Die Instrumentenkombination Englisch Horn/Harfe empfinde ich als außerordentlich reizvoll, ermöglicht sie doch ein reiches Spektrum klanglicher Möglichkeiten. Einige davon, die mir für ein “nächtliches Spiel zu zweit” geeignet erschienen, habe ich ausgewählt. Das einsätzige Stück folgt jedoch keinem außermusikalischem Programm, sondern entwickelt seinen Verlauf aus einem zu Beginn vorgestelltem Motiv und einer espressiven melodischen Linie, die aus einer Zwölftonreihe und deren Modifikationen gebildet ist.       Rainer Lischka
   

 

Notenbeispiel Braun

 

Das Werk kann hier bestellt werden

 
 

 

In der griechischen Sagenwelt findet sich folgende merkwürdige Begebenheit:
Der schöne Jüngling Narziss (Narkissos) verschmähte die Liebe der holden Nymphe Echo. Die Götter bestraften ihn daraufhin in folgender Weise: Als er einst ins Wasser schaute, verliebte er sich in sein eigenes Spiegelbild. Vergeblich verzehrte er sich nun in Liebe und Gram, so wie es einst der Nymphe Echo erging. Schließlich wurde er in eine Blume seines Namens verwandelt.
Manche meinen, daß ihr geneigtes Haupt sich immer noch gern im klaren Quell spiegelt.

 
   


Uraufführung 30.09.07
R.Lischka in der Mitte

 
   


weiteres Tonbeispiel

Notenbeispiel Braun